Unsere Historie

Kaum ist ein Jahrhundert nachdem vergangen, dass die Erfindung von Gutenberg den Beruf des Buchdruckes revolutionär erneut hat, als die erste ungarische, kirchliche Ausgabe in Debrecen, im Jahre 1561 entstanden ist. Zu dieser Zeit haben Méliusz Juhász Péter kalvinistischer Prediger und Huszár Gál Drucker ihr erstes Buch, das die Erklärungen der Briefe von Paul dem Heiligen beinhaltete, angefertigt. Die Pflege der muttersprachlichen Literatur, die Vermehrung deren Werte und die Bewahrung der Buchkunst verstärken seit dieser Zeit die Beziehung zwischen dem Buchdruck und unserer Stadt. Generationen der Fachmeistern und Fachkünstlern haben die modernste Fachkenntnisse heimgebracht und europaweit verbreitet – sie waren ausgezeichnete Gestalte der Geistigkeit jeder Zeit.

Die industrielle Buchproduktion hat sich in Debrecen seit den sechsziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eingebürgert, heutzutage werden im Jahr mehr als 18 Millionen Bücher produziert. Bei uns wurde für die Herstellung der Bücher unten den ersten die Offsettechnologie im Lande eingeführt, hier hat man zuerst die Hot-melt-Klebung neben der Fadenheftung verwendet und hier erschien die erste farbige Tageszeitung mit Offsettechnologie. Heute können wir mit der Verwendung der modernsten Maschienen und Technologien eine vollständige Druck- und Bindungstechnologie anbieten um Bücher in softcover- und hochwertiger hardcover-Ausführung zu produzieren.

Neben den traditionellen literarischen Ausgaben haben wir auch an den Märkten der Lehrbücher, hochwertiger Albume, farbiger Zeitschriften, Marketingausgaben ein bedeutendes Wachstum erreicht. Der Anteil zwischen Bücher und Marketingausgaben ist 70/30 Prozent. Unser Ziel ist neben den kurzen Produktionszeiten das Vertrauen unserer Partnern durch Herstellung von qualitativen Produkten zu gewinnen und zu bewahren.

Neben dem heimischen Markt haben wir auch einen bedeutenden Exportanteil. Die Alföldi Druckerei ist seit 40 Jahren an dem ausländischen Markt anwesend, ein Fünftel der Produktion wird im Ausland verwertet. In den vergangenen Jahren waren wir regelmäßige Teilnehmer der heimischen und bedeutendsten ausländischen Buchmessen.

Chronologie

Dezember 1560: Der protestantische Wanderprediger Gál Huszár flieht vor der Gegenreformation zusammen mit seiner Druckerei in die Stadt Debrezin, und beendet hier die typographische Arbeiten seines in Mosonmagyaróvár angefangenen Gesangbuches. Mit der Inbetriebsetzung seiner Druckerei entsteht die – im chronologischen Sinne genommen – 9. Druckerei des hystorischen Ungarns.

Mai 1561: Die Druckarbeiten an dem ersten Produkt der Debreziner Druckerei, Kommentar zu den Briefen des Heiligen Apostels Paulus von Péter Melius Juhász werden angefangen.

1571. Februar: die Druckerei ist zu ihrem ersten bekannten Platz umgezogen, auf das Grundstück in Péterfia Strasse. Das hier gebaute Haus wird für etwa 100 Jahre die Residenz der Offizin und bestimmt den Namen der hinteren Gasse, die auf den Stadtkarten vom 16.–17. Jahrhundert Angiportus Typographiae, in dem 18. Jahrhundert Buchdruckerei-Platz, und bis zum Jahre 2008, als sie durch die Stadtmodernisierung abgeschafft wurde, Druckerstrasse hieß.

1618–33: Nach einer Reihe von Erbschaftsprozessen wird die Druckerei von der Stadt übernommen, obwohl sie früher als Privatunternehmen funktionierte

1719: Die wieder in Betrieb gesetzte Druckerei brennt ab, der Nachfolger wird in das Rathaus neu gestartet.

1855: Es wird die erste Schnellpresse eingestellt, die in wenigen Jahren von zwei anderen gefolgt wird.

1905: Nach bedeutenden technischen Investitionen fasst die Stadtleitung einen Beschluß: „die Stadtdruckerei, als eigenständiges Betrieb, wird unter separaten Administration gestellt“, das heißt, sie bleibt im Eigentum der Stadt, aber wird zu einem selbstständig bewirtschafteten, modernen Industriebetrieb.

1910: Als erste unter den provinzialen Buchdruckereien, die Druckerei Debrecen wird mit Setzmaschinen ausgestattet.

1918: Die im Aufstieg seiende Druckerei hat keinen genügenden Platz im Rathausgebäude, so wird das Gebäude der Metallwarenfabrik von Böszörményi Str. gekauft, der heutige Standort, wo nach dem nötigen Umbau, im Jahre 1921 die Tätigkeit im vollen Umfang wiederaufgenommen wird.
Der Reformierte Kirchenkreis von Tiszántúl wird zum Miteigentümer der Druckerei. Dank dem Kapitalzuwachs, dem Ansehen der Kirche und dem Lehrbuch-Monopol, die Druckerei ist im Expansion, nimmt zwei kleine Druckereien in sich auf, es wird die Méliusz Buchhandlung eröffnet.

1924: Es wird eine komplett neue und moderne Buchbinderei eingerichtet.
Vom 1941 bis zum Anfang des Jahres 1944: Infolge der bedeutsamen Gebäudenerweiterung und der technischen Modernisierungen arbeitet die Druckerei mit insgesamt 42 motorgetriebenen Pressen, die Anzahl ihrer Mitarbeiter und Beamten überschreitet 170.

1948: Der Betrieb wird verstaatlicht, die Leitung wird vom Ministerium für Leichtindustrie übernommen.

1949: Der verstaatlichte Nationalbetrieb nimmt den Namen „Alföldi Nyomda“ auf.

1960: Zusammen mit den etwa 80 Schülern beträgt das Personal fast 400 Leute.

1964: Im Rahmen einer staatlich finanzierten Investition wird eine neue Produktionshalle, ein Lager und ein Kulturraum gebaut, der Maschinenpark wird erweitert und modernisiert.

1967: Es werden die Offset-Rollendruckmaschinen eingestellt, auf einer dieser Maschinen wird die erste färbige Tageszeitung ausgedruckt.

1970: Zur Ergänzung der erhöhten Druckkapazität wird die Hot-melt Buchbindertechnologie eingeführt.

1975: Erscheint die Lichtsatz-Technologie. Die Druckerei entwickelt ein eigenes, für die damalige Zeit sehr innovatives System zur Textverarbeitung mit Computer.
Die Druckerei „Szabadság Nyomda“, die im Besitz der Stadt gewesen ist, wird in Alföldi Nyomda eingeschmolzen.

1976–78: Eine aus eigener Kraft finanzierte Großinvestizion in einer neuen Halle ermöglicht die Einstellung der Cameron–Sheridan Maschienenreihe, die produktivste Buchherstellungslinie der Welt der damaligen Zeit. In diesem Jahr wird als eine Abteilung des Fachunterrichtes in der Stadt ein Druckindustrielles Fachgymnasium gegründet, das Dritte in Ungarn.

Mitte der 1980-er Jahre: Das Unternehmen gründet kleinere Betriebe in Püspökladány und Hajdúböszörmény, hauptsächlich für Buchbinderei, aber auch für Schriftsatz- und Druckarbeiten, wo Ortseinwohner beschäftigt werden. Zu dieser Zeit wird die größte Mitarbeiterzahl (1052 Personen) und Buchproduktionsmenge (44 Millionen Exemplare) erreicht.

1990: Der Bleisatz wird zusammen mit dem damit verbundenen Hochdruck abgeschafft.

30. Juni 1993: Die Alföldi Nyomda wird zur Aktiengesellschaft umgewandelt, deren Eigentümer der Staat ist.

1996: Das Qualitätsicherungssystem der Druckerei erhält die Zertifizierung nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9002.

1998: Der entscheidende Teil der Aktien geht in das Eigentum des Managements und der Arbeiter über.

2001: Die modernen Digitalverfahren und -geräte ersetzen die frühere arbeitsaufwendige Technologien in der Druckformenherstellung.

2002: Mit der Einstellung der ein- und vierfarbigen Digitaldruckmaschinen wird die neueste Vielfältigungstechnologie unter den alten Mauern beheimatet.

2001–03: Die Druckkapazität wird mit vier- und fünffarbigen Offsetmaschinen erweitert.

2004: Die Bindungsarbeit wird mit einer neuen, modernen Hardcover-Maschinenreihe produktiver gemacht. Die Druckformenherstellung wird modernisiert, neben der klassischen Entwicklungsanlage wird auch eine digitale Maschine eingesetzt.

2005: Einführung eines integrierten Qualitäts- und Umweltmanagement-Systems (ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015).

2008: Mit finanziellem Beitrag der EU, aber hauptsächlich aus eigenen Mitteln wird eine weitere wichtige Investition und Modernisierung durchgeführt, in einer neugebauten Werkhalle wird eine moderne Klebebinderanlage aufgestellt.
Als ein in Taten konkretisierter Beitrag zur Umweltschutz-Idee schließt sich das jährlich mehrere Tausend Tonnen Papier verbrauchende Unternehmen mit der Erhaltung des FSC Zertifikates zur nachhaltiger Forstwirtschaft.

2015: in der nächsten großen Investitoinswelle wird ein neuer Kolbus KM473 Klebebinder, eine Heidelberg XL-106 und eine Heidelberg CD 102 Bogendruckmaschine, eine KBA Compacta 418 Heat-Set Maschine und das dazugehörende Agfa Avalon CTP System in Betrieb genommen und wird das ISO 50001 Energiemanagement System eingeführt.

2016: ISO 12647-2:2013 colour management System wird eingeführt.

2017: im nächsten Schritt wird ein Kolbus KM 610 Klebebinder, ein Aster Evo Fadenhefter eine Polar n115 Schneidemaschine und eine Heidelberg XL 75 Bogenoffsetdruckmaschine in Betrieb genommen.

2018: Es wird ein neues Lager mit 960 Paletten Kapazität für Bogenvorbereitung aufgebaut, welches nicht nur klimatisiert ist, sondern die Luftfeuchtigkeit drinnen auch regelbar ist.

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